Prodiac stellt sich neu auf
Jan de Roo übernimmt Geschäftsführung von Kristian Schneider

von Christian Lund

Bielefeld. Das Sicherheitsunternehmen Prodiac erlebt in diesen Tagen eine Welle von Veränderungen. An der Spitze des Unternehmens hat jetzt Jan de Roo das Steuer in der Hand.

Der 43-Jährige übernimmt den Posten von Kristian Schneider, der erst seit Anfang Februar vergangenen Jahres das Unternehmen geleitet hatte. Schneider ist auch Geschäftsführer der Deutschen Notrufzentralen und Sicherheitsdienste Holding GmbH (DNZ) in Düsseldorf, unter deren Dach Prodiac arbeitet.

Dass schon nach einem Jahr die Geschäftsführung wieder ausgetauscht werde, sei von Beginn an beabsichtigt gewesen und keine Überraschung. „Schneider ist vor zwei Jahren zur DNZ gekommen, um die unterschiedlichen Unternehmensteile zu einem Verbund zusammenzuführen“, erklärt de Roo. Dann aber habe Prodiac Anfang 2010 eine neue Geschäftsführung gebraucht, so dass Schneider auch hier zunächst die Aufgaben übernommen hat. „Er sollte Prodiac neu strukturieren, aber alleine war das nicht zu schaffen, deshalb hat man mich als Betriebsleiter und Prokuristen dazu geholt“, sagt de Roo. Jetzt sei es an der Zeit, dass Schneider die Holding verlasse.

„Wir haben die alte Prodiac abgeschüttelt“, erklärt de Roo. In der Vergangenheit hatte es einige schlechte Schlagzeilen über das Unternehmen gegeben. So war bereits Anfang 2009 die alte Geschäftsführung entlassen worden, nachdem nach einer Zoll-Razzia Vorwürfe laut geworden waren, Prodiac habe Sozialversicherungsbeiträge nicht ordnungsgemäß abgeführt. „Das hat einiges an Aufbauarbeit nach sich gezogen“, gibt de Roo zu, der selbst bis 2005 neun Jahre lang bei Prodiac gearbeitet und dann gekündigt hatte.

Nachdem de Roo zu Prodiac zurück gekehrt ist, habe er mit Schneider dafür gesorgt, dass das Führungsteam verbreitert worden sei. „Früher gab es drei Bereichsleiter, aber das hat nie so funktioniert, wie es sollte - jetzt haben wir sieben Bereichsleiter“, erklärt er. Unter seiner Führung soll sich Prodiac zu einem neuen Qualitätsstand entwickeln. „Wir wollen kundenorientiert arbeiten und weiterhin in Bielefeld für Sicherheit sorgen“, sagt er.

Überrascht wurde Prodiac indes von der Firma Aldi Nord, die allen Geldtransportunternehmen die Aufträge gekündigt hatte. „Da soll nur noch ein Unternehmen für Aldi fahren - wer das ist und wie die das schaffen wollen, wissen wir nicht“, sagt de Roo. Für Prodiac bedeutet das einen Verlust von zehn Arbeitsplätzen. „Wir fangen das in Absprache mit dem Betriebsrat durch auslaufende Verträge auf.“ An wirtschaftlichem Ertrag dagegen verliere Prodiac dadurch nicht viel.

Auch MoBiel lasse den Auftrag mit Prodiac für die Sicherheitsbegleitung der Busse und Bahnenauslaufen, sagt de Roo. „Das ist aber ein normaler Vorgang, weil der Auftrag neu ausgeschrieben werden soll - und wir stellen uns gern dem Wettbewerb.“

Eine weitere Veränderung soll für die Kunden unbemerkt erfolgen. Wegen einer EU-Norm baue DNZ in Dresden eine neue Leitstelle. „Das ist eine technische Geschichte, denn die Leitstelle in Bielefeld bleibt bestehen und bearbeitet weiterhin die Alarme“, versichert de Roo.

Quelle: Neue Westfälische
Erscheinungsdatum: 19.02.2011

Wechsel in der Geschäftsführung der PRODIAC Sicherheit GmbH, Bielefeld

Dr. Kristian SchneiderDie PRODIAC Sicherheit GmbH aus Bielefeld – ein Unternehmen der DNZ Gruppe – gibt einen Wechsel in der Geschäftsführung bekannt. Herr Dr. Kristian Schneider (49) übernimmt ab sofort die Geschäftsführung des Unternehmens von Herrn Sönke Voß. Herr Dr. Schneider ist bereits seit Februar 2009 Geschäftsführer der DNZ Holding GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Zuletzt war er als Geschäftsführer der SecurLog Wertdienste Kassel GmbH (vormals G4S Geld- und Wertdienste GmbH) tätig. Herr Dr. Schneider blickt auf eine langjährige Berufs- und Führungserfahrung in Dienstleistungsunternehmen zurück. Herr Sönke Voß wird dem Unternehmen weiterhin beratend zur Seite stehen.

Die Marktstellung der PRODIAC als einer der führenden Sicherheitsunternehmen in der Region Ostwestfalen-Lippe soll konsequent weiter ausgebaut werden. Hierzu werden Synergien aus der DNZ-Gruppe gezielt eingesetzt. Das Unternehmen will zukünftig wieder neue Maßstäbe bei den Leistungen der Sicherheitsbranche setzen und dabei die Qualität noch stärker in den Fokus rücken. „Die Sicherheitsbranche befindet sich in einem umfassenden Wandel. Ein motiviertes Team, eine transparente Vorgehensweise und der kostensparende Einsatz moderner Technologien“ sind nach Aussage von Herrn Dr. Kristian Schneider „die entscheidenen Erfolgskriterien“.

Die PRODIAC Sicherheit GmbH ist hervorgegangen aus einer der ältesten Wirtschaftsdetekteien Deutschlands, der Scheinemann & Sauer GmbH, und ist eines der wenigen Unternehmen in der Branche, welches heute das gesamte Dienstleistungsspektrum des Wach- und Sicherheitsgewerbes sowie der Geld- und Wertdienste anbieten kann. Mit etwa 750 Mitarbeitern ist die PRODIAC Sicherheit GmbH Marktführer in Ostwestfalen-Lippe.

Die DNZ Gruppe ist ein nationales Dienstleistungsunternehmen mit aktuell 7 Tochterunternehmen an 15 Standorten und erreichte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von über 60 Millionen Euro. Die DNZ Gruppe steht für „Keine Chance dem Risiko“.

Bielefeld, den 10. Februar 2010

Rückfragen an Herrn Dr. Kristian Schneider über Anett Lohse, Assistentin der Geschäftsleitung
Telefon 0521 / 9311 - 245 oder
Telefax 0521 / 9311 - 193
lohse@prodiac.de

Germania

Aus Zwei macht Eins

Die Germania Wachschutz GmbH hatte sich in den letzten Jahren im Wach- und Sicherheitsgewerbe etabliert und namhafte Kunden gewinnen können. Anfangs als Zweitmarke für die preisgünstige Dienstleistung gedacht, hat sich das Unterneh­men zum Spezia­listen für die Erbringung von Sicherheitsdienstleistungen für öffentliche Auftraggeber entwickelt. Die Klientel reicht vom Bundespresseamt über die Bundespolizei bis hin zu Bundesbehörden, wie z. B. die Agentur für Arbeit.

Daneben hat sich die Germania im Veranstaltungsschutz dadurch einen Namen gemacht, dass man während der Heimspiele der Arminia Bielefeld die Sicherheit der Besucher in der SchücoArena gewährleisten konnte, trotz manchmal schwierigster Umstände.

Die Germania Wachschutz GmbH gehörte von Anfang an zur PRODIAC Gruppe. Heute macht die Aufteilung in getrennte Unternehmen keinen Sinn mehr. Im Gegenteil. Durch den getrennten Auftritt war die Schaffung von Synergien nur schwer umsetzbar.

Die Geschäftsleitung hat sich daher dazu entschieden die Germania Wachschutz GmbH auf die PRODIAC Sicherheit GmbH zu ver­schmel­zen. Die Verschmelzung erfolgt rück­wirkend zum 01. Januar 2009 und ist am 08. September 2009 mit der Eintragung ins Handelsregister abgeschlossen worden.

Für unsere Kunden ändert sich kaum etwas. Nur die Gewöhnung an einen „neuen“ aber trotzdem bekannten Namen ist notwendig geworden. Synergieeffekte, wie z. B. durch die zentrale Disposition sämtlicher Mitarbeiter, sorgen sogar für eine Steigerung der Qualität.

Germania beim Tag der offenen Tür am 22. und 23. August 2009 in Berlin

In diesem Jahr zum bereits 10ten Mal öffneten die Bundesbehörden in Berlin ihre Pforten, um den Bürgern einen Einblick in die Welt der Politik zu gewähren. Neben dem Kanzleramt, dem Reichstag und einigen weiteren Einrichtungen öffnete auch das Amt für Presse und Informationen im Regierungsviertel seine Pforten.

Um den Besucherstrom zu bewältigen und die Sicherheit der Besucher sowie der vielen Helfer und Mitarbeiterzu gewährleisten, wurde wieder das bewährte Germania-Objektteam, ergänzt um weitere erfahrene Sicherheitsmitarbeiter, eingesetzt.

Das Wetter spielte auch mit, so dass sich an diesem Wochenende über 100.000 Menschen in die einzelnen Bundesbehörden aufmachten.

Die Veranstaltung im Bundespresseamt verlief ohne Zwischenfälle und war ein großer Erfolg. Wieder einmal konnten die Besucher mit einem sicheren Gefühl die beeindruckenden Räumlichkeiten besichtigen und sich einen Eindruck von der vielfältigen Arbeit in den Bundesbehörden machen.

Eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt Dank der Arbeit unseres Teams. Dieses wurde am Ende der Veranstaltung mit einer Belobigung seitens des Bundespresseamtes in den verdienten Feierabend geschickt.

Investitionen ins Cash Center

Bereits zum Ende des letzten Jahres hat PRODIAC erhebliche Investitionen in die Software und die Gebäude-Sicherheitstechnik im Bereich der Geld- und Wertdienste vorgenommen.

Im August konnte nun ein weiterer Schritt vollendet werden. Auf der ALVARA-Plattform wurde Cash-EDI erfolgreich eingeführt. Mit diesem System haben unsere Kunden die Möglichkeit jederzeit online einen Einblick über den Verbleib ihrer uns anvertrauten Gelder zu erhalten. Darüber hinaus wird die Abwicklung mit der Bundesbank erleichtert und beschleunigt.

GeldverpackungsautomatDaneben wurde im Juli eine Verpackungs­straße für den Hartgeldbereich installiert. Mit diesem Automaten können täglich bis zu 15 Tonnen Hartgeld rolliert und bundes­bank­fähig ver­schweißt werden. Durch den Einsatz der Anlage werden unsere Mitarbeiter im Hartgeld­bereich in ihrer täglichen Arbeit ent­lastet. Durch die Installation einer leistungs­fähigen Absaugung und Klima­anlage wurde auch dem Arbeitsschutz Rechnung getragen.

Diese Investitionen sichern die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Bielefeld und damit zahl­reiche Arbeitsplätze. Die hohe Qualität unserer Dienstleistung hat sich über die Jahre in der Branche verbreitet, so dass wir gerade wieder einen neuen Auftrag gewinnen konnten, die Ver- und Entsorgung von über 150 Filialen eines führenden Discounters.